Interrelationäre Eizellspende (5): ZT 16

Der Ultraschall am Donnerstag (ZT 12) zeigte einen großen Follikel rechts (ca 18,5). Der kleine auf der gleichen Seite schien leider nicht größer sondern eher kleiner geworden zu sein, dafür kam doch noch einer links, der aber mit 9×12 auch ordentlich hinterherhinkte. Theoretisch hätte man bei der Größe des Leitfollikels Samstag schon punktieren können, aber wir wollten dann doch noch etwas warten um den kleinen noch eine Aufholchance zu geben. Also lösten wir am Samstag abend 35 Stunden vor Punktionstermin mit einer Spritze von 10.000 IE Pregnyl aus – diese hohe Dosis ist eine Neuerung in NL, da es wohl Studien gibt die in dieser hohen Dosis einen Vorteil gefunden haben.

Somit fand heute die Punktion statt. Da wir sehr früh los mussten und heute unsere Kita Schließtag hat, durfte unser Sohn von gestern auf heute bei den Großeltern übernachten.

Die Punktion war für 9:15 angesetzt und da ich beim letzten mal mit viel Verkehr zu kämpfen hatte, fuhren wir sehr zeitig zu Hause los – und mussten dann lange herumsitzen und warten. Eigentlich wird man immer ein paar Minuten vorher in den Punktionsbereich geholt, aber dieses Mal verstrich die Uhrzeit und um 9:25 wurden wir immer unruhiger. Denn das exakte Timing ist ja schon sehr wichtig, damit die Follikel nicht blöderweise schon springen und es nichts mehr zu holen gibt. Es kam dann eine Schwester, die mir in einem anderen Bereich Blut abnahm und den Zugang legte – es gab bei der Patientin vor mir Probleme, die den Ablauf verzögerten. So eine Situation kann einen wahnsinnig machen…ich bin ja – leider – schon recht routiniert, was die Punktion betrifft, aber wenn du denkst die Zeit wird knapp, dann kann man schon nervös werden. Cleo war noch deutlich aufgeregter als ich und musste sich schwer zusammenreißen. Eine halbe Stunde nach Termin ging es dann endlich los. Die Patientin vor mir hatte wohl so massive Kreislaufprobleme gehabt. Mein Kopfkino hatte mir schon schlimmeres suggeriert….zum Glück war aber auch die Ärztin nicht merklich durch die Vorsituation gestresst, sondern ganz gelassen und arbeitete gut.

Dann lief es wie gewohnt, ich bekam Rapifem und fühlte mich angenehm schwummerig, bekam aber alles voll mit. Es konnten insgesamt drei Follikel punktiert werden, der linke war auch noch gut gewachsen, aber deutlich kleiner als der Leitfollikel rechts. Ein Minifollikel wurde rechts auch noch punktiert.

Kurze Zeit später durften wir uns über gute Nachrichten freuen: alle drei Follikel enthielten eine Eizelle!!!

Nun heißt es wie immer zittern und bangen und hoffen, ob sich eine Eizelle befruchten läßt. Morgen vormittag erhalten wir den Anruf vom Labor und werden hören, ob es Chancen auf einen Transfer am Donnerstag gibt.

5 Gedanken zu “Interrelationäre Eizellspende (5): ZT 16

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