Zyklustag 13 – Punktion

Nachdem Cleo am Samstag noch mal zum Ultraschall in NL war, stand fest, dass die Punktion Montag, also heute sein sollte, denn die größeren Follikel waren doch schon sehr gewachsen (mehr als 5 mm in 2 Tagen) und lagen bei über 20 mm. Samstag abend gab es also die Auslösespritze, nachdem wir den ganzen Tag noch in Geburtstagsvorbereitungen herumgerödelt hatten. Gestern feierten wir dann Linos Geburtstag, es war eine schöne Feier mit Familie und Freund*innen, zu deren Ende ich dann einen müden, mit Kuchen gefüllten und reich beschenkten Zweijährigen ins Bett bringen konnte.

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Eine Freundin übernachtete dann direkt hier, um Cleo am nächsten Morgen früh zur Punktion in NL zu fahren. Es war schon sehr komisch, dass ich dort nicht mit fahren konnte, 😟 auch wenn ich natürlich sehr froh bin, dass unsere Freundin uns hier so unterstützen konnte.

Ich bastelte dann noch Regenbogen-Fruchtspießchen und brachte Lino dann damit in die Kita.

DSC09051Bei ihm machte sich dann doch sehr intensive Tag gestern bemerkbar und er war heute morgen etwas dünnhäutig und weinerlich, so dass die Übergabe in der Kita etwas schwierig war.

Während ich dann auf dem Weg zur Arbeit war, kamen die ersten Nachrichten von Cleo, dass sie die Punktion gut überstanden hätte, aber sehr oft gestochen werden musste, weil die Ärztin die Follikel nicht traf. Cleo hatte ein Morphin für den Eingriff bekommen, was sich unter den Umständen dann als sinnvoll erwies. Für gewöhnlich spritzt man dann ein Adrenalin, damit der Puls nicht so absackt, was bei Cleo aber nicht nötig war – sie war wohl so aufgeregt, dass sie genug eigenes Adrenalin hatte. 😨

Es konnten insgesamt 9 Eizellen gefunden werden. 😀  Allerdings werden wohl einige davon nicht reif gewesen sein. Links konnten fünf große und zwei kleinere punktiert werden, rechts 1 großer und zwei kleine. Wenn wir wie vor drei Jahren 4 reife Eizellen zum befruchten haben, können wir sicherlich ganz zufrieden sein.

Ich musste heute nur bis Mittags arbeiten und holte Lino dann von der Kita ab. Cleo war mit unserer Freundin schon zu Hause und beide hatten noch mal Schlaf nachgeholt, vor allem Cleo. Leider hat sich durch das viele Stechen ziemliche Schmerzen und hat auch den leisen Verdacht, dass die Ärztin irgendwann auch was anderes getroffen haben könnte, weil es ihr so in den Rücken zog. Hoffen wir mal, dass es ihr morgen schon wieder besser geht.😕

Was da jetzt im Labor wohl gerade passiert? Wie viele konnten befruchtet werden? Geht alles gut? Wir werden es erst morgen vormittag erfahren – und ich bin dann wieder auf der Arbeit, wenn Cleo den Anruf bekommt. So wie beim letzten Mal, als es mit meiner Eizelle die Fehlbefruchung gab – das ist erst drei Wochen her und steckt auch noch in den Knochen. Auch Cleos Nervenkostüm ist ganz schön dünn. Als sie der Krankenschwester am Samstag noch einmal detailliert unsere gemeinsame Kinderwunschgeschichte erzählen sollte, brach bei ihr wieder der Damm und die Tränen flossen. Dort, in der KiWu-Klinik, zentriert sich einfach diese ganze Belastung, die man im Alltag zu Hause nicht immer so bewusst spürt…

Ich hoffe jetzt einfach sehr, dass es morgen und die nächsten Tage mal gute Nachrichten gibt, und dann können wir beide wirklich mehr als gut einen Zyklus Pause gebrauchen!

8 Gedanken zu “Zyklustag 13 – Punktion

    • Gut dass du fragst, es ist ja offensichtlich nicht so leicht, als Außenstehende bei uns durchzublicken. 😉 Vorrangig versuchen wir, dass meine Frau mit meiner Eizelle und Spendersamen schwanger wird. Hier ist der nächste Versuch für September/Oktober geplant. Da wir aber nicht wissen, ob und wann das überhaupt noch klappt, haben wir jetzt als Zwischenschritt auch bei ihr Eizellen entnehmen lassen, die nun auch mit dem Spendersamen befruchtet werden und dann als Embryonen eingefroren werden für spätere Behandlungen, da wir eigentlich sehr gerne noch mehr Kinder hätten. Falls sie mit meiner Eizelle schwanger wird, würde es ja wiederum um die anderthalb bis zwei Jahre dauern, bevor man bei ihr wieder eine IVF machen könnte – und das Alter spielt einfach die entscheidende Rille bei den Erfolgsaussichten. So hoffen wir, schon einmal Embryonen für später zu haben – oder damit weiter machen zu können, wenn es mit meinen Eizellen einfach gar nicht mehr klappt oder wir uns auch entscheiden, diesen Weg wegen den geringen Erfolgsaussichten nicht mehr zu verfolgen. Diese Embryonen sollen dann aber ebenfalls bei ihr im Bauch wachsen – eine Schwangerschaft bei mir ist nicht mehr geplant.

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      • Wow, dass ist ja wirklich kompliziert 😯. Wahrscheinlich hast du es schon geschrieben, warum magst/kannst du nicht mehr schwanger werden? Nach dem Motto, wenn es bei dir schon einmal geklappt hat… 🙂

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      • Es gab ja im letzten Jahr eine Schwangerschaft und Fehlgeburt nach IUI bei mir. Die Zeit vorher und nachher war für uns als Familie aus persönlichen Gründen sehr schwer, so dass wir beschlossen haben, eine weitere Schwangerschaft bei mir nicht mehr herbeizuführen.

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  1. Hallo Manuka und Cleo. Viel Glück euch beiden! 🐞
    Mich würde noch interessieren, ob eurer Geschwisterchen für Lino (der ja Cleos genetisches Kind ist – oder?) denn auch den selben genetischen Vater haben wird wie er. Wenn die interrelationäre Eizellspende klappt, wären die beiden Kinder biologische Halbgeschwister oder eben „soziale“ Geschwister, oder?
    Wie wichtig ist euch als Familie das?
    Ich wünsche euch starke Nerven und viel Geduld! Liebe Grüße, Anna

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    • Hallo Anna, ja, wir haben uns vor 3 Jahren für einen Samenspender entschieden und mehrere Halme von ihm reserviert, da wir schon gerne wollen, dass die Kinder genetisch miteinander verwandt sind. Nur leider geht unser „Vorrat“ bald zur Neige. Die Psychologin der KiWu-Klinik meinte, dass unsere Kinder ja ohnehin mit einem anderen Bild von Familie aufwachsen werden – nämlich dass genetische Verwandschaft nicht das ist, was Familie ausmacht. Insofern ist es fraglich, wie wichtig das für unsere Kinder wäre, oder ob es nur in unserem Kopf eine Rolle spielt. Das werden wir vielleicht noch mal überdenken müssen, sofern wir in die Situation kommen, tatsächlich keinen Spendersamen von Linos Spender erhalten zu können.

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