Gute und schlechte Neuigkeiten

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Die guten Neuigkeiten zuerst: die Klinik hat zugestimmt, bei Cleo eine IVF zu machen, sollte es in diesem aktuellen  Versuch nicht klappen. Damit haben wir (hoffentlich) die Möglichkeit, Embryonen fĂŒr spĂ€tere Kryobehandlungen zu bekommen. Da mein nĂ€chster Urlaub erst im September ansteht (geplant fĂŒr die mögliche nĂ€chste IVF bei mir), könnte ich sie jedoch voraussichtlich nicht zu den Terminen begleiten. Das ist natĂŒrlich nicht so schön, wir werden sehen wie das dann wird. Aber nun wissen wir zumindest dass es gehen wird.

Zu den schlechten News: der Follikel ist bei mir fast gar nicht gewachsen. Am Montag war er 6 x 9, drei Tage spĂ€ter 10. Wir sprachen dann mit dem Arzt darĂŒber, ob wir den aktuellen Versuch nicht abbrechen sollen. Ob das langsame Wachstum darauf hinweist dass etwas mit dem Follikel nicht stimmt. Er meinte dass es schon mal vorkommt dass die so langsam wachsen. Er aber tendenziell dazu raten wĂŒrde abzubrechen. Aber eher deshalb weil es nur einer ist und Chancen ĂŒberhaupt ja schlecht. Das meint ĂŒbrigens jede*r Behandler*in uns bei jedem Termin wieder sagen zu mĂŒssen. Und wir gebetsmĂŒhlenartig immer wieder antworten, dass uns das bewußt ist. Und ja, liebe Ärzt*innen, wir wissen dass es viel Geld kostet. Danke fĂŒr den Hinweis.

Wir haben uns jetzt geeinigt, dass wir Montag noch mal schauen. Der Arzt hat aber das Menopur deutlich herab  gesetzt, von 300 auf 75. Weil auch aus seiner Sicht die hohe Dosis bei nur  einem Follikel nichts bringt. Gut, denn dann sind es wenigstens ein bisschen weniger Kosten.

Insgesamt weiß ich nicht, was ich von diesem Zyklus halten soll. Alles lĂ€uft völlig anders als gedacht und irgendwie glaube ich schon nicht mehr so richtig, dass dieser eine mickrige Follikel noch ein Erfolg wird. Keine Ahnung. Cleo war dafĂŒr, doch noch etwas abzuwarten. Mal sehen was der Montag uns bringt… Auf jeden Fall wird dann auch noch dazu Protokoll fĂŒr die IVF bei Cleo besprochen. Es wird also ein Doppel Termin und sicherlich wieder ein anstrengender Tag.

 

3 Gedanken zu “Gute und schlechte Neuigkeiten

  1. Ich wĂŒnsche euch natĂŒrlich von ganzem Herzen viel Erfolg, wenn nicht diesmal, dann bei Cleos IVF.🐞✊

    Eine Frage bleibt jedoch (nur mal so fĂŒr euch zum Reflektieren): Abgesehen davon, dass euer Plan mal ein anderer war – was ist schlechter mit
    „nur“ einem Kind?

    Beste GrĂŒĂŸe und alles Liebe

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    • Es geht ja hier um zweierlei: das eine ist das BedĂŒrfnis nach einer Familie, die aus mehr als zwei Eltern und einem Kind besteht. Mehrere Kinder zu haben, ist unsere Vorstellung von Familie. Das bedeutet nicht, das wir jetzt noch keine Familie sind, aber ich wĂŒrde sagen, sie fĂŒhlt sich noch nicht vollstĂ€ndig an. Wir haben bereits im Wochenbett einmal darĂŒber gesprochen, wie traurig es wĂ€re, wenn dieses Baby nun aus irgendwelchen GrĂŒnden unser letztes und einziges bleiben sollte. Und ich glaube, dass sich das FamiliengefĂŒge schon deutlich unterscheidet, wenn man mehr als ein Kind hat – fĂŒr die Eltern wie auch fĂŒr die Kinder.
      Das andere ist, dass ich mir (auch) ein genetisches Kind wĂŒnsche, und dies bliebe eben auch unerfĂŒllt, wenn es bei unserem einen Kind bliebe.
      Es ist halt auch die Frage, um welchen Aspekt geht es bei dem „ein weiteres Kind haben“. Wenn es allein um die Rolle als Mutter geht, ja, die ist natĂŒrlich fĂŒr die meisten Frauen mit dem ersten Kind erfĂŒllt. In der Regel beinhaltet sie Zeugung/EmpfĂ€ngnis, Schwangerschaft, GebĂ€ren, meist auch stillen, fĂŒr jemanden fĂŒrsorgendes verantwortliches Elternteil sein. Und die Rolle als Mutter hat man damit auch bereits mit dem ersten Kind sozusagen „erreicht“, es gibt keinen Zuschlag bei einem weiteren. Dann ist es eher die Sehnsucht nach einem weiteren Menschen, einem neuen Familienmitglied, oder auch der Wunsch die gemachten Erfahrungen noch einmal (Ă€hnlich oder anders) erleben zu wollen, was einen dazu bringt, ein zweites Kind (oder mehr) zu wĂŒnschen, denn das „Mutter sein wollen“ hat sich bereits erfĂŒllt.
      Bei uns fallen aber die verschiedenen Aspekte der Mutterrolle auf zwei Personen, somit gibt es eben auch Anteile, die ich so bislang eben nicht erlebt habe und Anteile, die ich so auch nicht erleben werde.
      NatĂŒrlich verlĂ€uft das Leben so, dass es immer wieder von dem abweicht, wie man es sich mal ausgemalt hat, aber manche Abweichungen lassen sich gut tolerieren und integrieren, aber andere deutlich schwerer. Das wird dir aus deiner eigenen Kinderwunschzeit ja noch sehr vertraut sein. 😉

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      • Absolut. Ich kann eure beiden Aspekte sehr gut nachvollziehen, so einfĂŒhlsam wie du sie beschrieben hast. 😘 Die Frage war wirklich nicht böse gemeint. Ich hadere gerade selbst so mit dem Thema. Sorry.

        Ich kann den Wunsch nach genetischer Mutterschaft total verstehen (Sorry das hatte ich auch irgendwie nicht aufm Schirm, dass ihr zwar beide Eltern/MĂŒtter seid- aber natĂŒrlich nicht beide genetisch đŸ€Šâ€â™€ïž).

        Den Aspekt des FamiliengefĂŒges verstehe ich auch – das ist fĂŒr mich persönlich der schwierige Aspekt. ICH WÄRE SO GERNE EINZELKIND GEBLIEBEN!!!! aber mir ist schon klar, das Geschwister theoretisch auch was Gutes sein können. Theoretisch. 😉😋

        Ich hoffe sehr, dass ihr keine der SehnsĂŒchte akzeptieren mĂŒsst, sondern sie doch noch erfĂŒllen könnt.
        Viel viel GlĂŒck!

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