Unser Krabbelkind

Ich habe vor einigen Wochen prophezeit dass unser Kleiner noch vor dem 8.Monats-Geburtstag krabbelt. Und siehe da, 3 Tage vorher hat es endlich gefunkt mit dem Vorwärtsgang. Nachdem er sich einige Zeit frustriert abmühte und im Vierfüssler wippte, robbte, sich dauernd nach hinten schob. Was für eine Schwerstarbeit! Und nun klappt es endlich! Und zwar jeden Tag etwas schneller. Zeitgleich lernte er übrigens auch das selbständige Aufsetzen, aus dem Sitz wieder in den Vierfüßler rollen, und dass er beim Trinken aus dem Trinkbecher den Kopf nach hinten kippen muss. Alles innerhalb von 24 Stunden. Mittlerweile beginnt er auch sich hochzuziehen, da sind wohl auch die ersten Gehversuche nicht mehr allzufern.

Seitdem haben wir hier ein völlig anderes Kind zu Hause! Jetzt ist er nicht mehr so auf uns (und unsere Unterhaltung) angewiesen und das merkt man. Er ist ständig unterwegs und räumt Regale aus, untersucht die Heizung, spielt mit dem Bodenwischer, zerreißt Taschentücher, spielt an Schubladenknöpfen, macht Türen auf und zu, und natürlich macht er auch vor Steckdosen nicht halt.

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Gut, dass wir die schon an den meisten Orten gesichert haben und Cleo oben auch schon ein Türgitter installiert hat. Trotzdem merkt man ruckzuck, was alles noch nicht kindersicher ist bzw. auch nicht kindersicher gemacht werden kann.

Mit dem Krabbeln hat auch die Gefahr Einzug gehalten, den Lütten zwischendrin auch mal etwa zu vergessen. Jetzt beschäftigt er sich nämlich sooo schön selbst, dass man leicht mal in etwas anderes versinken kann, während der Knirps ganz leise und brav die gesamte Alufolie abrollt oder sich einen Medikamentenblister in den Mund steckt. Wir müssen echt höllisch aufpassen jetzt, bzw. uns immer wieder daran erinnern ihn im Auge zu behalten. Unter den Spielbogen legen und mal schnell die Wäsche holen gehen, das ist nicht mehr drin!IMAG2202 (2)

Auch beim Schlafen hat sich ein bißchen was getan. Cleo schafft es jetzt ihn nachts in sein Bettchen neben unser Bett zu legen (wir haben jetzt das 1,40 Kinderbett mit einer Seite offen daneben) und er schläft dort mittlerweile ohne Körperkontakt. In guten Nächten reichen drei Stilleinheiten, und immer öfter klappt es auch, ihn ohne Stillen zu beruhigen und zum weiterschlafen zu bringen. In schlechteren Nächten sind es dann doch immer noch die anderthalb bis zwei Stunden Abstände in denen er aufwacht. Aber es tut sich definitiv was.

Morgens gegen 4 bis 5, je nach dem wann Cleo stillt, ziehe ich mit ihm um aufs Sofa wo er oft bis zum Aufwachen zwischen 7 und 8 durchschläft. Manchmal muss ich ihn noch mal zum stillen vorbei bringen, ansonsten starte ich mit ihm in den Tag und dann bekommt er erst gegen neun seine Frühstücksstillmahlzeit. Insgesamt wird er noch überwiegend gestillt, bekommt aber jetzt zwei Breimahlzeiten am Tag (Mittags und Abends). Das Breifüttern hat sich für uns als praktikabler erwiesen als BLW, Obst und Gemüse gibt es aber immer mal als Fingerfood. Zähnchen sind übrigens noch keine in Sicht. Wir sind auch gespannt, wann aus dem „mam-mam-mam…mamamama“ wohl ein „Mama“ wird.

Nach wie vor macht er uns unglaublich viel Freude. Er ist ein absolut freundliches goldiges ausgeglichenes Kind, an allem interessiert und ganz viel am Lachen. Im Urlaub sagten uns viele fremde Leute immer wieder „What a happy happy Baby!“ und wie wach und aufmerksam er sei. Wir sagen uns oft, was für ein Glück wir mit ihm haben. Denn das haben wir, keine Frage❤️.

4 Gedanken zu “Unser Krabbelkind

  1. Oh das klingt sehr schön 🙂 .

    Ich fand ja, auch wenn es heute vielleicht nicht mehr so in ist, unseren Laufstall sehr praktisch, da kann man sie auch im Krabbelalter mal kurz absetzen, ohne dass sie irgendwas gefährliches anstellen können. Z.B. habe ich unsere Tochter immer da abgesetzt, als ich in Elternzeit war und duschen wollte, dann habe ich den Laufstall vor die offene Badtür gestellt, wir konnten uns sehen und ich konnte mit ihr reden, aber auch einigermaßen in Ruhe duschen.

    Weiter alles Gute!

    Alex

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    • Einen Laufstall haben wir bislang nicht (könnten uns aber einen leihen), ich fürchte allerdings auch dafür sind unsere Flure zu eng zum hin und herschieben. Mal sehen wir wir das weiter machen. Zumindest haben wir jetzt schon sehr viel gesichert inkl. Möbel an den Wänden befestigen,so dass man ihn in seinem Zimmer jetzt unbedenklich allein lassen könnte (was wir aber nicht machen). Und es gibt so „Spezialfälle“ wie z.B. die Klobürste…die steht jetzt eine Etage höher auf dem Wannenrand, aber sobald er sich richtig hochzieht ist das auch nicht mehr sicher. Dauernd etwas wegnehmen oder nein sagen wollen wir auch nicht. Es wird wohl herausfordernd bleiben 😊

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  2. Also, auch Brei ist durchaus blw-geeignet. Es kommt dabei viel mehr auf die Möglichkeit der Selbstbestimmung beim Essen an (also kein Füttern, sondern nur Unterstützung beim Selberlöffeln).
    Aber grundsätzlich gilt natürlich: macht es so, wie es für euch und euren Sohn am besten passt. Dann is(s)t es richtig 🙂

    Ach, und zum Thema Laufstall: in unserem Urlaub, als unser Baby 9 Monate alt war, war es ganz begeistert, zwischendurch im Reisebezt zu toben. Das war sehr praktisch, da die Unterkunft nicht so kindersicher war wie zuhause und wir so aber trotzdem mal eben raus/aufs Klo/duschen etc könnten, ohne das Baby mitzunehmen…

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    • Wegen der anstehenden Arbeit meiner Frau war es für uns zunehmend wichtig dass der Kleine Alternativen bekommt die satt machen und davon konnte bei den eher kleinen Mengen die er sich selber in den Mund steckt und wegmümmelt nicht die Rede sein. Das BLW war gut für den Start und das Explorieren des Essenes, aber irgendwie keine Dauerlösung. Wenn er gefüttert wird, landet einfach mehr im Magen und er mag das auch wirklich gerne (und was er nicht mag, wird auch nicht reingestopft – das muss man auch den Großeltern immer wieder sagen, für die das „Teller leer essen“ an sich noch einen Wert darstellt 😉).

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