Tragetuch versus Kinderwagen

Vor der Geburt unseres Kindes oder sogar noch vor der Schwangerschaft habe ich als ein Sehnsuchtsbild im Kopf gehabt, wie ich unser Baby in ein Tragetuch eingemuckelt spazieren trage. Das fühlte sich intuitiv richtig und schön an, sich vorzustellen wie der Kopf eines kleinen Menschleins an meinem Brustbein liegt. Deshalb war ich auch Feuer und Flamme, noch vor der Geburt ein Tragetuch zu beschaffen. Einer der wenigen Einkäufe, die wir vor der Geburt gemacht haben, war also ein Moby Wrap Tragetuch. Ich übte schon vorher das Wickeln mit einem Sixpack. Wasser natürlich (was dachtet ihr denn?😎). Ein Sixpack Halbliterflaschen wiegt ja ungefähr so viel wie ein Neugeborenes. Die Ergebnisse waren mittelmäßig, aber man bekam schon mal so eine Idee.

Ein Kinderwagen sollte dennoch her. Braucht man doch! So richtig konnten wir uns jedenfalls nicht vorstellen, dass man komplett darauf verzichtet. Wir bekamen dann innerhalb einer Woche gleich von zwei Bekannten jeweils einen gebrauchten überlassen. Witzigerweise waren beide von der selben Firma (Teutonia) und sogar das selbe Modell, nur eine unterschiedliche Variante. Beide hatten so kleine Macken und Schwächen, so dass Cleo aus beiden das beste zusammen nahm und so einen guten „Frankensteinwagen“ mit dem Gestell des einen und den Rädern des anderen kombinieren konnte. Mit dem Handling taten wir uns beim Rumprobieren etwas schwer, waren aber guten Mutes dass man sich da schon rasch einfuchst.

Dann kam unser Baby auf die Welt. Zunächst war an Spaziergänge noch nicht zu denken, wir bewegten uns ja nur im und ums heimische Bett.  Nach ein paar Tagen wollte ich es aber wagen und versuchte unser Kind in das Tuch zu wickeln. Was soll ich sagen, mit dem Sixpack ging das irgendwie leichter! Ich fühlte mich doch ein wenig wie in ein gigantes Spinnennetz gelaufen und hoffnungslos verheddert. Ich ließ ich mir das ganze noch mal von unserer Hebamme zeigen und dann wurde es stetig besser. Ich bekam ein immer besseres Gefühl für das Tuch und wie das Kind in der Anhock-Spreiz-Stellung darin hängen sollte. Wo ich ziehen und zurren muss damit sich das ganze nicht wie ein umgehängter Müllbeutel anfühlt oder das Kind da schief drin hängt. Ich ging also mit unsrem Bub dann heraus, damit Cleo sich im Wochenbett mal ein bißchen erholen konnte. Anfangs fühlte sich das noch stressig an. Bis man sich fertig gewickelt hat und das Baby drinhängt, fängt es auch schon an zu jammern.

Die Magie des Tragens

Als ich das zweite Mal draußen war, mopperte der Kleine so richtig herum und weinte. Ich überlegte schon umzudrehen, aber dann beschloss ich es noch weiter zu versuchen. Ich ließ das Baby an meinem kleinen Finger saugen, und nach fünf Minuten begann er sich zu beruhigen und einzuschlafen. Mittlerweile weiß ich, dass viele Babys zunächst protestieren, wenn sie ins Tuch genommen werden. Aber wenn man dann ein bißchen geht, die Kleinen im Rhytmus des Gehens geschaukelt werde, entfaltet sich die Magie des Tragens.

Moby WrapIch entwickelte danach sehr schnell Vertrauen ins Tragen. Ich wußte, ich muss nur laufen, laufen, laufen, dann schläft das Kind unweigerlich ein. Anfangs ging ich maximal eine Stunde, später wagte ich mich immer weiter. Wenn der Kleine vorher gesättigt war, konnte ich schon locker zwei und später sogar drei Stunden wegbleiben. Weite Strecken bin ich vor dem Umzug in der Zeit gegangen und habe dabei unsere alte Wohngegend noch mal neu entdeckt. Wenn wir zum neuen Haus fuhren, erkundete ich dort die Umgebung. Ich bin im Schnitt sicherlich am Tag zehn Kilometer mit ihm gelaufen.

Meine Frau konnte sich in der Zeit ausruhen, oder hat  – soweit das schon für sie ging –  ein bißchen was am neuen Haus gewerkelt. Sie konnte ja noch keine langen Spaziergänge machen, das hat der Körper einfach noch nicht mitgemacht. Ihre ersten Versuche, das Baby ins Tuch zu nehmen, behagten ihr aber nicht sonderlich. Sie meinte, sie hätte lieber ein anderes System, etwas das einfacher und schneller anzulegen wäre und man ihn auch unkomplizierter herausnehmen kann zum Stillen. Wir entschieden also in der 7. Lebenswoche des Söhnchens in ein Fachgeschäft mit Trageberatung zu gehen, was sich als sehr sinnvoll erwies. Nach eingehender Probe und Beratung entschieden wir uns für einen Mei Tai von Fräulein Hübsch. Diese Trage hat einen verstellbaren Hüftgurt und oben Schultergurte, die in Bänder übergehen welche man sich dann knotet und wickelt. Fräulein Hübsch2

Das Fräulein Hübsch ist bei uns im täglich mehrstündigen Einsatz, sowohl im Haus wie auch zum Spazieren gehen. Selbst die Schwiegereltern haben sich damit angefreundet, und der Opa trägt sein Enkelchen stolz darin durch die Nachbarschaft. Auch ich bin dann darauf umgestiegen, da ich es mit dem elastischen Moby Wrap irgendwann schwierig fand, das jetzt fast doppelt so schwere Baby ordentlich darin zu binden, so dass auch die Beine noch in der richtigen Haltung sind. Grundsätzlich sind wir mit dem System zufrieden, leider bekomme ich damit beim längeren Tragen Schulterschmerzen, die sich bis in die Arme herunterziehen, was ich allerdings auch beim Tragen eines Trekkingrucksackes bekomme. Ich würde mich wohl beim nächsten mal  für eine Fräulein Hübsch Wrapcon entscheiden, die hat mehr Tragetuchcharakter und ich hätte die Hoffnung, dass der aufgefächerte Stoff auf den Schultern mir weniger Schmerzen macht. Ein bißchen fehlt mir doch das gute alte Tuch, denn damit fühlt man sich wirklich „eins mit dem Baby“. Das Fräulein Hübsch ist jedoch luftiger, und es ist schneller gebunden.

Fräulein Hübsch

Das Tragen ist neben Stillen immer noch DER Weg, das Kind zum schlafen zu bekommen. Er schläft jetzt allerdings nicht mehr ganz so automatisch ein, wenn er getragen wird. Teilweise hat er da auch beim Spazieren gehen noch Wachphasen und guckt ein bißchen in der Gegend herum. Aber er ist ganz ruhig und entspannt dabei. Alles in allem aber neben dem Stillen die sicherste Bank, das Kind zum Einschlafen zu bringen. Nur manchmal, da „kämpft“ er sich richtig in den Schlaf. Man merkt, er ist schon müde und bemüht sich einzuschlafen, aber er schnauft und windet sich dabei, das ist richtig harte Arbeit für ihn und er braucht dann seine 10-15 Minuten, bis er es ins Traumland hinüber geschafft hat. Aber im Bett schläft er nie so tief und entpannt wie im Tuch – nie!

Für den Hausgebrauch haben wir uns jetzt noch einen Ringsling zugelegt, in dem der Kleine seitlich an der Hüfte sitzen kann und beobachtet was man so tut. Er kann aber auch darin schlafen und man kann den Sling (wie auch das Fräulein Hübsch) auch auf dem Rücken tragen, sobald das Kind den Kopf gut halten kann. Haben wir allerdings noch nicht gemacht. Cleo nutzt den Sling jetzt recht gerne, auch unterwegs.

Girasol Ringsling

Und dann war da ja noch…

Richtig, der Kinderwagen. Tja…Unser Sohn ist kein Freund davon geworden. Oder, anfangs natürlich vom Abgelegtwerden überhaupt. In einer Kiste flach auf dem Rücken liegend durch die Gegend geschoben werden, einen halben Meter vom nächsten Menschen entfernt? Geht gar nicht!

Wir haben es versucht und irgendwann nach vielen Versuchen damit aufgehört. Cleo übte ab und an mal mit ihm, mit dem Wagen rauszufahren. Ging dann sogar mal eine halbe Stunde, wenn man ihn schlafend hineinlegt. Wenn er wach wird, ist der Spaß in absehbarer Zeit vorbei. Mittlerweile verstaubt der Wagen im Keller.

KInderwagen

Ich finde das Tuch ja grundsätzlich eh viel praktischer. Man ist deutlich mobiler und unabhängiger damit. Aber manchmal wäre es schon komfortabel, auch einen Kinderwagen nutzen zu können. Meine Mutter kann das mit dem Tragen körperlich zum Beispiel nicht mehr. Oder auch, wenn wir mal einfach zu kaputt zum Tragen sind (ab 4-5 Stunden täglich komme ich dann auch körperlich an meine Grenze). Oder man das Kind mal unterwegs wo ablegen will, wenn man auf matschigen Feldwegen läuft. Zum unterwegs wickeln und so. Ich vermute mal, sobald man den Kinderwagen zum Buggy umbauen kann, wird ihm das schon besser gefallen. Zumal es ja mittlerweile auch echt sehr viel besser geht, ihn mal mit etwas Spielzeug hinzulegen. Er braucht mittlerweile nicht mehr so den permanenten Körperkontakt, das hat sich schon echt verändert. 😊 Also mal schauen, wann der Wagen wieder aus dem Keller geholt und zum Buggy umgebaut wird und ob er dann zu neuem Ruhm gelangt. Jetzt bin ich einfach nur froh, dass wir kein Vermögen für einen neuen Kinderwagen ausgegeben haben.

Und ihr?

Wie sind eure Erfahrungen mit Tragen vs. Kinderwagen, oder was plant ihr, falls ihr noch auf euren Nachwuchs wartet?

 

 

30 Gedanken zu “Tragetuch versus Kinderwagen

  1. Muahahahahaa, das kann noch gefährlch werden. Ich sag nur ATTA.
    Wir hatten zeitweise im deutlich zweistelligen Bereich Tragegedöns hier, Wert deutlich über tausend Euro. Zum Glück konnte ich gut wieder verkaufen, z.T. mit Gewinnen. Der Kinderwagen ging hingegen kaum genutzt für kaum die Hälfte des Gelds weg.
    An Tragehilfen hatten wir zuerst ne Mysol (gut bis 10kg), einen Handmade Meitai und Onbu, Huckepack Fullbuckle Toddler, Oschai Cairis Toddler. Ne Frl. Hübsch kurzzeitig (mag ich gar nicht). Ringslings von Storchenwiege und Oscha (pleated, ist bequemer). Aktuell habe ich noch den Hucke FB, die Cairis und den Handtaschen-Onbu, den Oschasling und zwei Tücher. Die werden auch gelegentlich alle mal genutzt. Gerade um ein krankes Kind zum Arzt zu schleppen oder falls er Mittag mal unbedingt schlafen soll.
    Tücher hatte ich Didymos, mehrere Yaros (eines noch im Einsatz, das Dandy Baby Camel), sehr viele Madalos Handwoven, Kokadi (mein Lieblingstuch für Neugeborene ist ein Wunderland mit Kaschmirwolle), Wauggl Baugl (mit Merino, noch im Einsatz), Storchenwiege, Natibaby. Ich glaube das wars.
    Bei uns trägt auch die ganze Familie, wobei meine Geschwister meist mehr schieben. Aber Oma ist 100% an Bord.
    Ich bin in eine Gruppe tragender Eltern hier geraten, habe dort tolle Leute über die Tragetreffen kennengelernt, Freunde gefunden, die auch alle so leicht komisch mit ihren Kindern umgehen, 😉 wie z.B. mit Stoff wickeln oder gleich gar nicht windeln, ewig stillen, die Minizwerge im Bett schlafen lassen und dann noch nichtmal wirklich erziehen. Skandalös gut. Wir treffen uns, veranstalten Tragechallenges und tauschen Tragekrempel und Kinderklamotten hin und her.
    Uns gibt das Tragen also auch über die Tragezeit hinaus noch viel.

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    • ATTA, das musste ich erst mal googeln, aber ohne Zweifel klingt das nach einer ernsten Suchtproblematik bei dir 😂 Andererseits hast du dir da sicherlich auch ein umfangreiches Expertenwissen angeeignet. Da frag ich dich noch mal, wenn wir auf Toddlersize umsteigen müssen. Aktuell bräuchten wir glaube ich keine weitere Tragemöglichkeit, mich nerven nur die Schulterschmerzen und da frage ich mich ob ein andrere Trage für mich besser wäre oder das einfach so ist bei mir, wenn ich sieben Kilo Kind schleppe.
      Deine Elterngruppe klingt super. Wir sind hier leider kaum mit anderen Eltern vernetzt. 😕

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      • Musst mal gucken wegen der Schmerzen, ob die daran liegen, dass du dir diesen Muskelstrang seitlich vom Hals auf die Schulter quetschst. Dann kannst du als erste Hilfe versuchen das Kreuz tiefer zu kriegen. Mir persönlich sind z.B. die Träger der Hübsch zubreit und deshalb zu nah am Hals.
        Oder ob es schlicht die Last des Kindes ist. dann ne andere Lösung durchaus, mal andere Träger zu testen, wie du sagtest z.B. Wrapcon (Hucke, Limas oder Oscha, auch toll die Madame Jordan Wrapcons aus Madalo)s. Oder du verbannst Junior auf den Rücken. Das hatte ich aB Februar meist gemacht. Fand er auch gut, weil man gucken und kuscheln konnte. Wobei unser Kind nochmal 3kg mehr als eurer zur gleichen Zeit jetzt hatte.
        Ne Beratung kann da nicht schaden, oft kann man da ja auch mal für ne Woche was leihen zum Testen.

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      • Wow, echt, 10 kg hat der kleine Wikinger schongehabt? Was für ein Brocken! Ich fühl mich jetzt schon wie ein Packesel. Wie kam es dass du dir so viele Tragehilfen und Tücher zugelegt hast? Warst du mit vielen nicht so zufrieden oder war das tatsächlich eher Sammelleidenschaft? Oder unterschiedliche Funktionen der Tragen?

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      • Ich hab mir so viele zugelegt, weil meine Frau und ich aufgrund unterschiedlichen Körperbaus unterschiedliche Dinge gut und bequem finden, ich gerne sehr viele Tücher wollte, weil ich eitel bin und gern Klamotten und Tuch passend wollte, verschiedene Längen für verschiedene Bindeweisen „brauchte“ bzw. auch die verschiedenen Blends (Garnkombinationen) testen wollte.
        Und ich habe schon unterschiedliche Einsatzgebiete für jeweils Onbu, Fullbucke, Sling und Tuch. Onbu haben wir einen Handtaschenonbu von Lenisa, der passt echt in eine kleine Damenhandtasche, ist aber deutlich weniger bequem (so max. 30 min) als meine beiden Packesel für das 15kg Kind, den Huckepack FB und Oscha Cairis mit denen ich noch 3h tragen könnte. Der Hucke ist intuitiv einfacher für Fremde und unempfindlcher, eher ein Arbeitstier, die Cairis liebe ich, weil sie Tuchbahnen hat, mit denen man Querbahnen über den Po und tibetanisches Finish binden kann. Das nimmt unheimlich Gewicht raus; und das Design was ich habe (Starry Night Nebula) ist schlicht unheimlich schön meiner Meinung nach und mit Wildseide echt nett anzufassen, halt Luxus.

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      • Die Oscha sind ja wirklich wunderschön. Aber auch ganz schön teuer, seufz. Wenn wir in der gemeinsamen Elternzeit Zeit finden, werden wir uns mal damit befassen. Meine Frau ist gerade in „ach was soll’s, kaufen wir es halt“-Laune. Die hat sie nicht so oft, da heißt es die Gelegenheit beim Schopfe packen. 😁

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  2. Du hast mein Thema der Woche erwischt! 😘 Wir haben einen Kinderwagen bestellt, aber ich würde auch gerne tragen und hab jetzt schon eeeewig recherchiert bzw. Tragen von Freunden mit deren Babys ausprobiert… wobei das mit Bauch grad doof ist. 😉 die Manduca fand ich zu steif und fühlte mich eingeengt. Das Mobytuch war grundsätzlich gut, wobei ich eher mit nem festen Gewebe liebäugle. Habt ihr das im Vergleich getestet?

    Die frl. Hübsch gefällt mir vom System her sehr, konnte ich aber noch nicht testen… geht die auch für ganz frisch geschlüpfte Zwerge, zwecks Köpfchen?

    Heute hab ich noch den Glückskäfer Tragesack gefunden, der anfangs ja für manche auch toll ist… kennt ihr den?

    Lg Frau Zweistrich

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    • Der Glückskäfer war vor 15 Jahren eine Revolution, genau wie Manduca vor einigen Jahren, aber es gibt inzwischen deutlich bessere (rgonomischer, leichter anzulegen und bequemer für dich) und hübschere Tragen.
      Für Neugeborene sind richtig gut die Tragen von (alle Babysize):
      Limas, Mysol, Storchenwiege Carrier, Didytai, Didyclick, Hoptai, Huckepack, Fräulein Hübsch, Buzzidil, Emeibaby, Lenny Lamb, Kokadi Flip , Oschai Cairis.
      Falls du mal online stöbern willst, kann ich dir die Webseite von Helden-Tragen empfehlen.

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    • Ich finde das Moby für Neugeborene schon ganz gut. Gerade das elastische weiche daran gefiel mir für Anfang. Ein Tuch aus festem Gewebe habe ich persönlich noch nie ausprobiert, kann daher zum Vergleich gar nichts sagen. Das Frl. Hübsch geht sogar für Frühchen – man kann den Hüftgurt dafür umsetzen. Den Kopf kann man oben gut stützen mit dem Nackenteil.
      Ich kann dir echt nur raten, in ein Fachgeschäft mit Beratung zu gehen oder eine zertifizierte Trageberatung zu suchen. Umschnallen und testen und sich erklären lassen was wo sitzen muss – aber auch wirklich fühlen, wie sich eine Trage an dir anfühlt, wie gut man an welche Schnalle kommt. Ich fand es auch sinnvoll, das mit dem eigenen Baby zu testen statt mit einer Puppe, aber da hatten wir (auch er) schon Trageerfahrung mit dem Moby, und er hat das wirklich supertoll mitgemacht.

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      • Wir haben kommende Woche eine Trageberaterin, die in den Vorbereitungskurs kommt. Ich find’s halt nur mit Bauch nicht so optioptimal. Hab grad geschaut…gebraucht bekommt man so ein Tuch ja echt günstig.
        Vielleicht kauf ich erstmal das und wenn der Käfer dann da ist, gehen wir nochmal zur Trageberatung.
        Die gute Frau leitet nämlich eh den Pekipkurs, den ich machen wollte. 😊

        Ganz liebe Grüße 😘

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  3. Ich habe uns grade heute ein neues Tragesystem angeschafft. Die Muckeline wurde eigentlich immer in der Mysol von Girasol getragen, als sie etwas älter war hatten wir dann auch noch eine Ergobaby. Einen Sling haben wir auch, aber das ist irgendwie nicht unser. Ich bekomme es einfach nicht hin den ordentlich anzulegen.
    Die Kleine hab ich anfangs auch immer im elastischen Tuch getragen, sie wurde aber schnell sehr schwer (wiegt jetzt schon gute 7 kg) und so mag ich jetzt lieber wieder die Mysol. Aber dank ihres Gewichts sind die Schultergurte auch schnell unbequem. Jetzt hab ich die Hoppediz HopTye bestellt, die hat auch auffächerbare Träger, hoffe das entlastet. Mal sehen.
    Generell wird die kleine mal mehr mal weniger Gern getragen und der KiWa ist auch mal mehr mal weniger gut. Madame ist da extrem flatterhaft. Schlafen tut sie aber fast nur in der Trage, nicht im KiWa.

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    • Das würde mich auch interessieren wie es dir mit dem HopTye geht. Ich komme mit dem Sling auch (noch) nicht so gut klar. Irgendwie fältt es mir schwer, die Stränge einzeln zu ziehen und so habe ich es oft irgendwo zu stramm und irgendwo zu locker, so dass der Kleine irgendwie schräg drinhängt. Na ja, für kurze Zeit geht es immer und mit Übung wird ja alles besser.

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  4. Hallo ihr Lieben 😊
    Danke für all die lebenspraktischen Beiträge in letzter Zeit! Auch wenn wir noch nicht einmal im Team Schwanger sind, sind das alles Themen, die uns natürlich auch beschäftigen. Meine Frau und ich wollen auf jeden Fall tragen. Einen Kinderwagen wollen wir uns noch nicht vor der Geburt anschaffen. Sollten wir dennoch merken, dass wir einen benötigen, wird er eben nachträglich (gebraucht) angeschafft. So zumindest die derzeitige Planung. Die würde sich allerdings rapide ändern, sollte das Zwillingsthema aktuell werden 😜
    Ich wünsch euch einen schönen Tag und freu mich schon jetzt auf den nächsten Beitrag!

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    • Habt ihr eigentlich schon Ideen, wie ihr das mit der Elternzeit machen wollen würdet? Und hey – bald ist März! Dann geht es wieder in die heiße Phase für euch und ihr habt Superchancen, euch bald damit befassen zu können. 😊

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      • Guten Morgen 😊
        Ja, da haben wir natürlich schon eine Idee. Am liebsten würde meine Frau zuhause bleiben und ich weiter in meiner 20-Stunden-Stelle und an meiner Diss arbeiten. So wären wir fast durchgehend zu zweit zuhause und ich hätte Entlastung wärend meiner Dissarbeitszeiten. Ich könnte dann fast immer Stillen und wärend der fünf Stunden die ich weg bin, würde ich ampumpen und das Hannibaellchen würde die Flasche geben. Ob das praktikabel ist weiß ich (noch) nicht. Kommt ja auch drauf an wie fit ich vor und nach der Geburt sein werde.. Wir werden sehen, was kommt und darauf dann reagieren. So wie man es sich vorstellt, läuft es ja eh nie… Heute möchte das Hannibaellchen wieder einen Blogeintrag verfassen, dass ihr wisst, dass bei uns alles gut ist. Es geht voran. Der Wartezyklus schreitet gut voran. Ich denke, dass wir noch im Februar in den Kryozyklus kommen und wir freuen uns so sehr darauf. Langam darf das Glück auch mal bei uns vorbeischauen… Ist zumindest unsere Meinung ^^ Ich wünsch euch einen ruhigen Sonntag. Hier sind wir alle krank, deshalb geben ich dir zum Abschied mal nicht die Hand ^^ Liebe Grüße!
        PS: Falls du Instsgram hast und Lust hast…. Da schreibe ich auch ab und zu…

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      • Richtig, man weiß natürlich nie, wie das alles so wird. Vor allem auch, welche Bedürfnisse euer Kind haben wird und welches Temperament es mitbringt. Bei uns wäre das so wie ihr es euch vorstellt, nicht gegangen. (20h pro Woche wärst du außer Haus, hab ich richtig verstanden?) Einfach schon weil das Stillen an sich ein Vollzeitjob ist (den man auch noch nachts macht und der wirklich viele Ressourcen fordert). In den ersten Wochen hat der Kleine mit Sicherheit ein Drittel des Tages gestillt. Ihn dann sofort abzudocken und weiterzureichen funktionierte auch nur bedingt und wurde auch seinen Bedürfnissen nicht gerade gerecht, denn Stillen ist ja auch mehr als Nahrungsaufnahme. Die Stillmama ist einfach die Bindungsperson Nummer Eins (oft zum Leidwesen meiner Frau, die hätte sich das auch anders gewünscht).
        Wir haben seit November auch eine Milchpumpe (auf Rezept aus der Apotheke, muss alle 4 Wochen verlängert werden, auch so überflüssige ne Rennerei…), und das Abpumpen, Abfüllen, Eintüten und Einfrieren ist ehrlich gesagt schon ein ganzer schöner Aufwand. Dann immer das Pumpzubehör reinigen…Das schafft meine Frau, wenn sie alleine ist, nicht mal jeden Tag. Wenn meine Elternzeit beginnt und wir beide da sind, wird das sicherlich einmal am Tag gehen. Mal schauen. Cleo kann sich jedenfalls jetzt noch kaum vorstellen, dass sie in zwei Monaten, wenn der Kleine 8 Monate alt ist, wieder arbeiten geht (und sie wird auch „nur“ 5 Stunden am Tag weg sein, voraussichtlich).
        Aber sicherlich auch eine Frage, was überhaupt machbar ist und was man möchte und was nicht.
        8 Wochen nach Geburt hast du ja eh Mutterschutz. Elternzeit musst du spätestens 7 Wochen vor Antritt beantragen – hättest also eine Woche nach Geburt Zeit um das noch kurzfristig zu entscheiden (ui, und das während der „Heultage“…).
        Instagram nutze ich nicht, ich habe aber einen (passiven) Account zum gucken.

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  5. Oh, über unsere Trageerfahrungen wollte ich auch die ganze Zeit schon schreiben. Jetzt also erstmal die „Kurzversion“… „ATTA“ kannte ich auch noch nicht, trifft aber definitiv zu 😁 Wobei wir (bis auf wenige Ausnahmen wie zum Beispiel ein wunderschönes regenbogenfarbenes Tuch, auf dem in ganz vielen Sprachen „ich liebe dich“ steht 😍) alles gebraucht gekauft haben.
    Zu Beginn haben wir hauptsächlich im Tragetuch getragen (wir besaßen und besitzen mehrere Didymos Tücher, allerdings kein elastisches, davon hat uns unsere Trageberaterin auch für Neugeborene abgeraten, weil die stützenden Eigenschaften eines nicht-elastischen Tuchs besser seien) und in einem Mysol. Für den Mysol haben wir uns zwecks schnelleren Anlegens auch noch einen Hüftgurt mit Schnalle zugelegt. Im Sommer haben wir ein tolles Tragetuch mit Leinenanteil von Fidella genutzt das war mit unserem kleinen Ofen in der Hitze wesentlich angenehmer.
    Irgendwann haben wir uns noch einen Kokadi Flip in Babysize zugelegt, der geht richtig schnell anzulegen und ist sehr bequem, und wurde dadurch unsere „Haupttrage“. Aktuell nutzen wir einen Flip in Toddler-Größe, bei der man durch Umstecken der Schultergurte, wenn das Kind schon selbstständig sitzen kann, den Tragekomfort nochmal erheblich steigern kann. Neueste Errungenschaft ist ein Onbu von Fidella, mit dem hat das Kind eine tolle Aussicht über die Schulter und er lässt sich leichter auch alleine auf dem Rücken anlegen als der Flip.
    Wir besitzen keinen Kinderwagen und haben in den mittlerweile fast 13 Monaten zu dritt auch noch nie einen vermisst. Tragen ist einfach sooooooo schön, und unser Kind konnte ohnehin nie Abstand zwischen sich und uns ertragen. Mittlerweile ginge es vielleicht, aber ich glaube nicht, dass wir uns noch einen zulegen werden, wir sind sehr glücklich mit dem Tragen und unser Kind auch 😃

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    • Super, ich finde es toll dass wir noch so viele Tips bekommen, denn wir werden uns sicherlich bald was neues zulegen müssen und es ist ja immer Gold wert, wenn man von anderen Erfahrungen lesen kann. Man merkt, wie begeistert ihr vom Tragen seid, und es ist ja auch wirklich toll – nur manchmal auch echt anstrengend.

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      • Ja, anstrengend ist es. Aber wir haben festgestellt, dass wir uns eigentlich recht schnell dran gewöhnt haben und unsere Tragemuskeln quasi mit dem Kind gewachsen sind 😉 Bei mittlerweile 11 kg ist das auch gut so 😋
        Und für uns wäre Kinderwagen sehr wahrscheinlich wesentlich anstrengender gewesen, weil unser Kind sich so weit entfernt von uns einfach ganz und gar nicht wohlgefühlt hat… Da wären garantiert noch viel mehr Kilometer zusammen gekommen in so mancher Nacht. Mittlerweile ginge es vielleicht tagsüber mal, aber jetzt sind wir ja schon so gut ans Tragen gewöhnt und die Kuschelzeit ist ja immer noch für alle total schön. 😃
        Liebe Grüße

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  6. Hier such ein großer Trsgefan. Wo Ei ich nur Tücher so wirklich gerne mag. Ich habe zur Zeit allerdings „nur“ nich 4 Stück, keines davon elastisch und eines davon nach eigenen Wünschen handgewebt. Meine Frau möchte das ganze gewickel nicht so gerne und so hat sie eine mysol. Die ist auch toll, aber bei längeren Strecken finde ich sie nicht bequem genug und außerdem liebe ich die Nähe, die nur in einem Tuch so richtig entsteht. Und im Tuch bekomme ich mein Kind schön hoch auf den Rücken gebunden. Das geht bei Tragen nur mit dem onbu, der aber nicht so flexibel ist, weil er nicht vorne getragen werden kann…
    Seit unser Kind ca 11 Monate ist, habe wir auch einen Buggy. Den nutze ich auch sehr gerne, wenn ich mit Kind einkaufen gehe (Kind und Einkauf tragen ist mir dann doch irgendwann zu schwer geworden).
    Ansonsten mag ich für kurze Strecken auch meinen Along, wobei ich da Eigentlich einen neuen, dicker gewebten gebrauchen könnte…. 😀
    Versuch es mal mit einem gewebten Tragetuch. Zur Zeit bekommst du da gebraucht währe Schätze zu Schnäppchenpreisen und wenn du den mobywrap mochtest, kommst du mit einem gewebten („richtigen“) Tuch sicher schnell klar.

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    • Werde mal nach gebrauchten Tüchern schauen. Ich bin leider nicht auch so geschickt mit der Wickelei und bin froh, das mit dem Moby hinbekommen zu haben. Da werde ich auf jeden Fall eine Beratung brauchen, wo ich das gezeigt bekomme.

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  7. Ha, na dann oute ich uns jetzt mal als -wenn man das hier so liest- Exoten 😉 .

    Ich habe einen Bruder, der 10 Jahre jünger ist als ich und dessen tollen Teutonia-Kinderwagen, den meine Mutter noch hatte, haben wir geerbt. Toll aus meiner Sicht deshalb, weil er sehr flexibel bis hin zum Sportwagen umgebaut werden kann und auch eine sehr große Schale hat, in der unsere Tochter noch sehr lange liegen konnte.

    Er hat 4 starre Räder, was ich an Bordsteinen und auf unebenem Grund sehr zu schätzen weiß, auch wenn er im Supermarkt nicht so wendig ist wie die modernen Teile mit drehbaren Rädern.
    Außerdem hat er einen stabilen Metallunterbau und einen Metallkorb unten, in den man allerhand verstauen kann. Ich bin in meiner Elternzeit sehr viel und gerne mit dem Kinderwagen einkaufen gegangen.

    Unsere Tochter ist absolut kein Tragekind. Sie hat im Tuch auch nach einem längeren Fußweg gebrüllt und gestrampelt, dasselbe gilt für die Manduca. Am zufriedensten war sie im Kinderwagen. Sie brauchte nie so sehr unseren Körperkontakt und hat von Anfang an viel Raum um sich gebraucht. Tragen war und ist ihr bis heute in der Regel einfach zu eng.

    Wir haben ein Tragetuch (das ist inzwischen als Dauerleihgabe bei einer Freundin) und eine Manduca.
    Die Manduca kommt inzwischen mal ganz selten am Wochenende in der Wohnung zum Einsatz, um die Kleine in den Mittagsschlaf zu bekommen. Sie wird aber auch generell gerade etwas verkuschelter (mit anderthalb Jahren).

    Ich bin im Grunde genommen froh darüber, dass sie nicht getragen werden wollte. Mein Rücken hätte das auch bei unserer Fliegengewichttochter nicht mitgemacht (vor allem das vorne tragen). Das merke ich immer wieder, wenn sie mal krank ist und dann doch viel auf den Arm will oder freiwillig in die Manduca geht. Das nimmt mein Rücken mir sehr übel…

    Da sie mittlerweile einfach mehr sehen will, haben wir uns in unserem Weihnachtsurlaub eine Kraxe zugelegt, weil sie auf dem Weihnachtsmarkt partout nicht im Sportwagen sitzen wollte. In der Kraxe, so mit Übersicht und deutlich mehr Bewegungsfreiheit als in der Trage, war sie dann sehr zufrieden. Das wäre in der Manduca nicht gegangen. Die Kraxe lässt sich für uns beide sehr viel besser tragen, als ein Tuch oder die Manduca. Das Gewicht wird wie beim Wanderrucksack sehr gut verteilt und ist hauptsächlich auf dem Hüftgurt. Das können wir beide eine Weile, ohne Rückenschmerzen oder enorme Verspannungen zu bekommen.

    Die Kraxe geht aber auch nur, wenn rundherum genug zum gucken ist. Wir haben das mal am Wochenende beim Spaziergang am Feld ausprobiert, das ging gar nicht…

    Also es kann auch so sein, dass das Kind nicht gerne getragen wird. Ich war einfach froh drum und fand es sehr praktisch, dass ich die Hände frei hatte, etwas in den Kinderwagenkorb packen konnte ohne es tragen zu müssen und sie darin wickeln konnte etc..

    Im Krankenhaus letztes Jahr hat sie auch im Kinderwagen geschlafen und ich habe sie darin jeden Abend in unzähligen Runden über den Krankenhausflur in den Schlaf geschoben.

    Mag sein, dass es auch an ihrer Krankheit (Rheuma) lag, aber ob sie da schon direkt nach der Geburt etwas von gemerkt hat, kann ich nicht beurteilen.

    Ich hoffe, unsere Nr. 2 möchte nicht andauernd getragen werden und wird sich auch im Kinderwagen wohlfühlen. Wir werden sehen.

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    • Gut dass sich auch eine Kinderwagenmama meldet! So unterschiedlich sind die Bedürfnisse und auch die Erfahrungen mit den Kindern manchmal halt (und die Kinderwagenhersteller haben auch noch ihre Existenzberechtigung). Die Tochter einer Kollegin mochte auch erst mit einem halben Jahr so richtig in der Trage getragen werden und hat vorher nur geweint drin. Das wird aber spannend, wie es mit dem zweiten dann wird bei euch. Leider fragen die Babys ja nicht nach Mutters Rücken…

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  8. Wir haben den gleichen Wagen wie ihr. Und zwei Kinder, die von 0-5 Monate nicht rein wollten, sondern immer nur ins Tuch/Manduca. Danach haben wir das Ding aber trotzdem noch viel genutzt. Und davor auch – irgendwo muss ja der ganze Kram rein, den man mit Baby so braucht 😉

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  9. Ich würde unseren Babyboy auch gerne Tragen, leider mag er es nicht wirklich. Er sitzt lieber in seinem Kinderwagen. Mein Baby ist allgemein kein Kuschelbaby, was ich sehr schade finde. Die ersten Wochen, hat er nur auf mir geschlafen und nun möchte er nicht mehr kuscheln. 😦

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  10. Ich bin auch ein großer Tragetuch-Fan. Wahrscheinlich der am meisten genutzte Gegenstand der Babyausstattung gewesen bei uns 😉 Den Kinderwagen mag mein Sohn auch erst seit er sitzen und richtig was sehen kann. Vorher war nur kuscheln angesagt, und das geht im Tuch eindeutig am besten!

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