Geburtsbericht (Auftakt)

Nun ist die erste gemeinsame Woche schon um, und unser kleiner Sohn ist schon acht Tage alt. Unglaublich! Bevor ich nun wie versprochen mit dem Geburtsbericht anfange, möchte ich einfach nur loswerden wie schön ich es mit unserem Baby finde!🤗 Er ist wirklich ganz zauberhaft, und ich genieße die Zeit mit dem kleinen Frosch und meiner Frau zu Hause, auch wenn die Tage immer so schnell vorbei sind, dass wir es kaum glauben können. Meine Frau ist durch die Geburtsnachwirkungen, Babyblues und das ständige Stillen zwar noch deutlich in Mitleidenschaft gezogen, und leidet auch mehr unter Schlafmangel als ich. Aber auch sie ist ganz verzückt von unserem Söhnchen.😍 Es macht so Spaß, sich gemeinsam um ihn zu kümmern.

So, nun aber zum Geburtsbericht!

Am 6.8. mussten wir uns auf den Weg ins 40 km entfernte Krankenhaus machen – denn das war der errechnete Termin und da wir ja ins Geburtshaus wollten, musste heute eine Kontrolle erfolgen – und weil es Sonntag war, mussten wir ins Krankenhaus und zwar in jenes, wo unsere Geburtshaushebammen bei Bedarf auch hin verlegen und als Beleghebammen im Einsatz sind. Es wurde dort von einer der Hebis ein CTG geschrieben, das auch einige Wehen bis zu 80 aufgezeichnet hat, die aber keine Schmerzen verursachten. Aber meine Frau spürte diese Wehen, also die Verhärtung des Bauches und ein Gefühl wie Druck im Körper, vor allem im Halsbereich. Sie sagte, es fühlt sich ein wenig an wie abwärts fahren in der Achterbahn. Die Wehen schienen aber noch nicht „ernst zu sein“. Ein kurzes hektisches Ultraschall durch einen Arzt erfolgte, da war aber auch alles okay. Cleo wollte gar nichts mehr hören von Größe und Gewicht. Wir waren einfach erleichtert, dass alles im grünen Bereich war, und ehrlich gesagt, auch einmal mehr froh, nicht im Krankenhaus zu gebären. Man bekommt ja schon ein Gefühl dafür, wie betriebsam und unpersönlich es zugeht. Dauernd wird die Tür aufgerissen, das Personal ist zwar meistens nett, aber der Zeitdruck ist denen schon anzumerken. Da fanden wir uns schon gut dran, dass wir unsere Hebi ganz für uns haben würden und alle Ruhe und Zeit der Welt.

Ab jetzt sollte dann alle zwei Tage im Geburtshaus CTG geschrieben werden. Dienstag morgen tröpfelte plötzlich etwas bei meiner Frau. Irritiert fragte sie sich, ob das eventuell Fruchtwasser sei. Wir haben dann etwas davon aufgefangen und es war etwas gelblich-klar und „flockig“, also sah nicht aus wie Urin. Ich war total aufgeregt und konne mich auf der Arbeit kaum konzentrieren. Mittags fuhr Cleo dann zum CTG und auch hier wieder schmerzlose Wehentätigkeit, Trödelchen ging es nach wie vor prachtvoll. Zervix war noch erhalten, MuMu vielleicht schon etwas durchlässig. Ein Teststreifen brachte aber keinen Hinweis auf Fruchtwasser. Eine andere Hebi meinte ein paar Tage später, dass es wohl eher der Schleimpfropf war, der sich in manchen Fällen auch richtig verflüssigt, wenn er sich löst. Dienstag abends nahmen die Wehen langsam ein bisschen Fahrt auf und wurden druckvoller, aber noch schmerzlos, aber dann sind sie am späten Abend wieder verebbt.

Mittwoch hatte meine Frau dann einen schlimmen Tag. Laut Dienstplan, den wir uns ausgedruckt hatten, sollte ab heute und für die nächsten 7 Tage jene Hebamme die zweite Rufbereitschaft haben, mit der wir uns in der Vorsorge aus verschiedenen Gründen total unwohl fühlten. Es war ein ganz unangenehmer Termin mit ihr, so dass wir hinterher gesagt haben „Oh je, hoffentlich bloß nicht die!“ (es ist so, dass in dem Geburtshaus je eine der 5 Hebis Rufbereitschaft hat und die zweite immer zur Schlussphase mit dazukommt, bzw. dann die zweite Frau übernimmt, falls doch mal zwei Gebärende gleichzeitig dort aufschlagen.) Nachts hatte Cleo zunehmend Panik bekommen, dass wir unter der Geburt von ihr begleitet werden. Und schließlich wollten wir ja u.a. genau wegen der Qualität der Betreuung ins Geburtshaus! Prompt gab es Mittwoch dann keinerlei Wehen mehr. Weil Cleo so durch den Wind war und fast nur noch geweint hat, habe ich dann abends noch mal im Geburtshaus angerufen, und konnte glücklicherweise in Erfahrung bringen, dass es doch höchst unwahrscheinlich sei, dass die uns so unangenehme Hebamme uns begleiten würde, und wir für den Fall der Fälle noch nach anderen Lösungen schauen können. Das hatte ganz viel Spannung gelöst, und prompt begannen am nächsten Tag die Wehen wieder. Es ist schon bemerkenswert, wie sehr alles, was im Kopf so abgeht, doch auf die Wehentätigkeit mit einwirkt.

Ich fuhr Donnerstag dann mittags von der Arbeit los, um meine Frau aufzusammeln und erneut zum CTG mitzufahren. Es war wieder das selbe Bild, gute aber schmerzlose Kontraktionen alle 3-4 Minuten. C., die Hebamme die nun die erste Rufbereitschaft hatte und auch das CTG machte, meinte dass es wohl gut sein könne, dass wir uns bald wiedersehen.

Ich fuhr dann wieder zurück zur Arbeit und bekam dann gegen 18 Uhr eine SMS von meiner Frau, ich solle mal nicht so lange machen, sie seit 15 Uhr seien die Wehen langsam zunehmend und auch schmerzhafter. Ich fuhr also nach Hause, und auf dem Weg kamen mir schon dauernd die Tränen. Ich dachte, dass es nun wirklich und wahrhaftig losginge, und es fühlte sich so an, als ob ich in ein anderes Leben fahre.

Fortsetzung folgt…

P.S.: Diese Sachen haben wir für unseren Regenbogen-Buben übrigens schon seit Wochen im Geburtsköfferchen gehabt. Den Wickelbody (YvaR.) und die Pumphose (Lybstes) hat Cleo selbst genäht.

RegenbogenoutfitDetail RB

4 Gedanken zu “Geburtsbericht (Auftakt)

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