Das B in LGBT

Heute ist der 23.September. Es ist der Geburtstag von Romy Schneider, Bruce Springsteen und Julio Iglesias. Es ist Herbstanfang. Und es ist der Tag der Bisexualität.

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Dieser Tag, 1999 von drei us-amerikanischen Bürgerrechtlern ins Leben gerufen, soll darauf aufmerksam machen, dass Bisexualität neben Homo- und Heterosexualität als eigenständige sexuelle Orientierung existiert. Ach so? Na dann: here we go!

Ich denke jetzt schon seit einiger Zeit über mich, meine Rolle innerhalb der Gesellschaft, als Teil der LGBT*“Community“ nach. Ich bin mir sicher, dass der Prozess, in dem ich mich befinde, noch bei weitem nicht abgeschlossen ist und deswegen sind meine Gedanken sicher auch noch sehr holprig und unausgereift. Und letztendlich kann ich ja immer nur von meinen eigenen persönlichen Erfahrungen berichten.

Meine Frau und ich sind bisexuell. Was kann ich darüber erzählen? Zunächst mal, dass ich diesen Satz glaube ich niemals, wirklich niemals öffentlich laut ausgesprochen habe.

Ich habe einen großen Teil meines Lebens mit einer heterosexuellen Identität verbracht. Da gab es zwar mal eine Liebelei im jungen Erwachsenenalter mit einem anderen Mädel, aber danach hatte ich nur noch Beziehungen zu Männern und konnte deshalb diese Gefühle für ein anderes weibliches Wesen für mich irgendwie erst mal als spätpubertäre „Phase“ abhaken. Ich war auch ehrlich gesagt irgendwie erleichtert deswegen, weil mir ein heterosexuelles Leben als deutlich unkomplizierter erschein (was es auch ist, und in vielen Bereichen damals noch mehr als heute). Meine Ausrichtung auf Männer schien mir eindeutig. Ich war verliebt in Männer, ich fühlte mich angezogen von ihnen, hatte Beziehungen, meine Zukunftsphantasien beinhalteten immer mich und Mr. Right.

Als ich dann meine Frau kennenlernte und wir uns näher kamen, war ich schon Mitte dreißig. Also eine Zeit, in der viele Frauen liebende Frauen schon längst ihre Identitätsfindung abgeschlossen haben, in der das Coming Out meist schon hinter ihnen liegt und auch die Auseinandersetzung mit ihrer Liebensweise und der Akzeptanz in ihrer näheren und weiteren Lebensumgebung. Für mich war das doch alles ziemlich neu. Dadurch war einiges für mich schwieriger, anderes aber auch leichter als für ein junges Mädchen, dass seine Neigung zu anderen Frauen entdeckt. Ich habe aber auch schnell gemerkt, dass ich mich mit dem Label „lesbisch“ nicht wirklich identifizieren konnte. Was zum Teil vielleicht an meiner internalisierten Homophobie liegt, und dass mir die „Szene“ völlig fremd war und ist, aber eben nicht nur. Wieso ich mich nicht einfach  lesbisch nennen kann? – Weil es nicht so ist. Weil es z.B. den Eindruck erwecken würde, vorangegangene Heterobeziehungen hätte ich vielleicht nur zum Schein gehabt, oder weil man sich nicht getraut hat, zu seinem wahren Ich zu stehen. Ich selber würde das als Abwertung meiner bisherigen Erfahrungen empfinden. So fühlte sich das an, als ich meiner älteren Schwester zu ersten Mal am Telefon von meiner Beziehung zu Cleo erzählte. Ihre Reaktion ging so in die Richtung „ach so, na das haben wir uns ja irgendwie schon immer gedacht, dass du „so“ bist“. Was sollte das denn bitte heißen? Ich empfand es als herabwürdigend mir und meinen vorangegangenen Beziehungen gegenüber. Trotzdem habe ich nie laut gesagt „ich bin bisexuell“.

Weshalb ich mit den damit verbundenen  Vorurteilen ehrlich gesagt so auch noch nicht wirklich in Berührung gekommen bin. Darüber lese ich höchstens mal was. Mit gängigen Vorurteilen meine ich sowas wie „Bisexuelle können sich bloß nicht entscheiden“ oder „Bisexuelle können sich nicht fest an jemanden binden“, was mir überhaupt nicht gefällt. Ich habe mich nicht entschieden, lesbisch, bi oder hetero zu leben. Ich habe mich entschieden, mit Cleo zu leben, weil ich sie liebe.

Bisexuell, das ist auch der sprachlich unbeliebte Anhang, den niemand Lust hat zu benutzen. Boah, muss das sein, dass man neben Homo- und Transphobie auch noch Biphobie sagt? Selbst der LSVD ist eben der LSVD und nicht der LSBTVD, und schreibt auf seiner Startseite lediglich „Wir wollen, dass Lesben, Schwule und Transgender als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität respektiert und anerkannt werden.“ Bisexuelle scheinen irgendwie eine Randgruppe in der Randgruppe zu sein, von der man vielleicht implizit erwartet, dass sie sich eben ihrem aktuellen Beziehungsstatus entsprechend einsortieren lassen, nach dem Motto: „wenn du (als Frau) mit einer Frau zusammen bist, kannst du doch in der Lesbengruppe nicht verkehrt sein.“ Insofern ist das nicht ganz falsch, weil wir als Frauenpaar in unserem Leben und auch in unserem Begrenzungen und Diskriminierungserfahrungen natürlich eine sehr große Schnittmenge mit lesbischen Frauen haben. Aber Bisexuelle haben glaube ich einfach nicht sehr viel Sichtbarkeit, weil Menschen dazu neigen das offensichtliche wahrzunehmen und einzusortieren. Ich stelle schon fest, dass es rattert hinter der Stirn von Leuten, die wissen, dass ich mit einer Frau verheiratet bin, wenn ich beiläufig im Gespräch erwähne, dass ich da und da ja mit meinem Ex-Freund gewesen bin. „Ach, so ist das also….“ scheinen sie zu denken, ohne jemals laut zu sagen, was genau das heißt. Manchmal fällt mir diese Form von Outen übrigens durchaus schwerer als zu sagen, dass ich mit einer Frau verheiratet bin.

Die geneigte Leserin* kann sich übrigens ja gerne an dieser Stelle fragen, ob bislang ein Label im Kopf  für mich oder uns vorhanden war und wenn ja welches. 😉

Das ist nun eine ziemlich persönliche und subjektive Art geworden über Bisexualität zu schreiben. Aber das ist eben nur meine Perspektive, oder zumindest ein Ausschnitt davon. Die Erfahrungen meiner Frau unterscheiden sich allerdings auch wiederum sehr von meinen. Als wir uns die letzten Tage über dieses Thema unterhalten haben, hat sie einen wirklich sehr schönen Text dazu geschrieben, nur leider kann ich sie nicht überreden ihn hier zu veröffentlichen. Vielleicht gibt es bei Gelegenheit zumindest ein paar Auszüge davon.

Was aber übrigens wirklich wirklich furchtbar nervt daran, eine bisexuelle Frau zu haben, ist diese mir völlig unverständliche Schwärmerei meiner Frau für Matthias Schweighöfer. Kotz! Ich meine: wiesoooooo? 😖 Na ja, man kann nicht überall gleicher Meinung sein. Wäre ja auch langweilig!

In diesem Sinne: Bi proud! 😄 💋

15 Gedanken zu “Das B in LGBT

  1. Hai ihr 🙂
    Ein sehr toller Artikel!
    Hätte genau so auch von mir sein können… zwar bin ich selbst „lesbisch“, wobei ich sowieso die Etikettierung sexueller Orientierungen schwierig finde (hatte mal was mit einem trangeschlechltichen Mann, körperlich noch Frau… macht mich das bi? 😉 ), aber meine Frau ist bisexuell. Ich beschäftige mich wissenschaftlich mit dem Zusammenhang von Geschlecht und Sexualität und könnte mich da auch regelmäßig so sehr über bestimmte Kassifikationen und den damit verbundenen Do`s and Don`ts aufregen… Naja, aber das ist ein anderes Thema!
    Ich schreibe übrigens auch gerade an meinem ersten politischen Beitrag zu meinem Blog…
    Auch von euch: Gerne mehr davon! Es ist wirklich toll zu lesen, dass es auch Menschen mit ähnlichen Einstellungen wie der meinen gibt!… Davon bekommt man häufig viel zu wenig!

    liebe Grüße euch beiden 🙂

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      • Hey du 🙂
        Ja. Ich schreibe zu Beziehungsgewalt in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Dazu habe ich eine quantitative Onlineerhebung gemacht, die ich im Moment auswerte… Dabei war es mir eben wichtig nicht von „homosexuellen Beziehungen“ zu sprechen, sondern von gleichgeschlechtlichen. Leider musste ich das binäre Geschlecht als Hauptkriterium nutzen… anders wäre mir lieber 😉 Naja, man kann nicht alles haben!

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  2. Toller Beitrag 🙂

    Ich bin auch bisexuel und die Frau, die ich geheiratet habe war die erste Frau mit der ich zusammen war. (Glückstreffer, würde ich mal sagen 😉 )
    Ständig höre ich von neuen Leuten, die mich noch nicht kennen: “ Ich hab auch einen schuwlen Freund (oder ähnliches)“, ich denke mir jedes Mal…“OK, aber ich bin nicht lesbisch!“
    Das alles zu erklären scheint mir oft zu langatmig.
    Das Seltenheitsstempelchen „bisexuel“ scheint mir nicht wirklich in den Kopfen der Menschen verankert zu sein.
    Manchmal fühlt man sich schon ein bisschen verloren, irgendwie zwischen den Stühlen und niemand macht so recht Platz.
    Wobei ich es sehr schätze den Menschen einfach als Menschen sehen zu können (und nicht an ein Geschlecht gebunden zu sein), stören mich doch diese Vorurteile (Besser bi als nie etc). Vielleicht korrigiere ich deswegen die Leute auch nicht.
    Oft denke ich auch, ok jetzt überfordere ich mein Gegenüber lieber nicht, er/ sie gibt sich ja schon Mühe mir zu zeigen, dass er/sie offen und tolerant ist.

    Schweres Thema, aber ich bin froh, dass da auch mal jemand was zu sagt 🙂

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    • Ich bin mir gar nicht sicher, ob Bisexualität so selten ist – schließlich gingen schon so einige Sexualforscher davon aus, dass Bisexualität bei vielen oder gar den meisten Menschen veranlagt ist. Nur ist sie eben der Lebensweise nur selten „anzumerken“ oder die Leute kategorisieren eben nach dem Status Quo.
      Was veranlasst die Menschen bloß immer dazu, zu sagen dass sie auch irgendwen Schwules / Lesbisches kennen? Oft verbunden mit etwas positivem, also „meine Arbeitskollegin ist ja auch mit ner Frau zusammen, die sind ja auch voll das süße Paar“. Rechtfertigen sich gleichgeschlechtliche Beziehungen erst über positive Attribute? Geht es darum, die Toleranzfahne zu schwenken nach dem Motto „ich hab schon mal sowas wie dich gesehen und nicht drauf geschossen, weil es dann doch so niedlich war“? Das ist jetzt natürlich übertrieben – wahrscheinlich möchten die Leute einfach nur Loyalität bekunden und einem die Angst nehmen. Wenn man es ganz positiv interpretiert. Trotzdem kann das nerven. Wer will dann noch davon anfangen, bisexuell zu sein…? Kann ich vollkommen nachvollziehen.

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  3. Ich bin begeistert von deinem Blogeintrag und dem Thema. Ich selbst war sowohl mit Frauen, als auch Männern zusammen und bin jeweils nur von der einen „hetero!“ in die andere „lesbisch!“ Schublade gesteckt worden…Für ein dazwischen war nie Platz.
    Als ich das erste mal mit einer Frau zusammen war, hatte ich aus meinem nöchsten Umfeld auch diese „ach so, das dachten wir uns schon“ Reaktion. Andere waren sich sicher, dass ich auf jeden Fall mal einen schnieken Medizinstudenten heirate, als ich mich von besagter Freundin getrennt hatte. Ich glaube alle Teile meiner Familie sind aktuell der Meinung, dass ich jetzt lesbisch bin, weil ich ja mit einer Frau verheiratet bin. Der Grund, warum das so ist, wird übrigens gleich mitgeliefert: weil ich vor meiner Frau eine schwierige Beziehungen mit einem Mann hatte und mich Männern deshalb verschließe, bzw. nicht mehr offen bin für Beziehungen mit Männern. Ähm, ja. Ich lass das mal so stehen 😀 Lange Rede kurzer Sinn, von außen in Schubladen sortiert zu werden, das kenne ich auch.

    Richtig stellen oder mein Gefühl dazu kommunizieren, mache ich eigentlich kaum (noch). Früher kam höchstens mal ein „ich liebe Menschen, keine Geschlchter“, aber auch das habe ich aufgegeben.. Im Grunde finde ich das nicht richtig von mir. Auf der anderen Seite denke ich mir, was geht es meine Arbeitskollegin an, wie ich wen wo liebe, oder auch nicht..

    Dass bi-Frauen/ wahrscheinlich aber auch bi-Männer, eine Randgruppe innerhalb der Randgruppe sind, erlebe ich so auch. Es ist scheinbar nicht nur für die heterosexuelle Welt schwierig etwas nicht klar einsortiert zu wissen, was ich sehr schade finde! Für mich selbst ist es okay wie es ist. Obwohl ich nirgends jemals laut ausgesprochen habe, dass es „so“ ist/ ich „so“ bin und im Grunde auch nicht wirklich bewusst darüber nachgedacht habe, muss ich sagen. Bis heute. Deshalb danke für deinen Post!

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    • Ich freue mich total über die positive Resonanz 🙂 Tja, die Menschen denken eben gerne schwarzweiß und dazu gehört auch offenbar, dass man sich für ein Lager „entscheidet“ (statt dafür, mit einem bestimmten Menschen zusammenzusein) und dann „so ist“. Also entweder vom einen oder von anderen Ufer – dazwischen schwimmt man ja bloß. Dass man „lesbisch wird“ wegen schlechter Erfahrungen mit Männern ist ja auch eine beliebte Küchenpsychologiehypothese. Gleich verbunden mit der Annahme „wenn nur der Richtige daher käme….“ Phhhh.
      Letztendlich finde ich das auch hochgradig sexistisch, weil das bei schwulen Männern bestimmt wesentlich weniger so gesehen wird. Wer sagt da schon „och, der hat schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht und ist deshalb schwul ‚geworden‘ „. Eher selten, möchte ich behaupten. Damit wird Männern eine größere Entscheidungsgewalt über ihre eigene, aber auch die weibliche Sexualität zugeschrieben. Unschön.
      Ich glaube, ein wesentlicher Grund, warum man nicht sagt, dass man bisexuell ist, liegt auch darin, dass es ein beliebtes Argument von Homophoben ist, dass man mit der Sexualität anderer nicht konfrontiert werden will („in ihrem Schlafzimmer sollen die ja meintetwegen machen was die wollen, aber ich will das weder sehen noch mir vorstellen, wie es zwei Kerle treiben“). Das bringt einen in den unbegründeten Generalverdacht, anderen sein Sexleben aufzwingen zu wollen, wobei es bei Gleichstellung doch oft eher um so etwas Profanes geht wie im Restaurant ohne Anspannung sagen zu können „ein Tisch für meine Frau und mich, bitte“.
      Wenn man da anderen erzählen möchte, dass man jetzt nicht nur mit einer Frau zusammen/verpartnert ist, sondern auch noch bisexuell, dann fühlt sich das so an als würde man damit hausieren wollen, mit wem man nicht sonst schon alles im Bett war. Oder schlimmstenfalls „na ja, ich bin zwar jetzt mit xy zusammen, aber heeeey….offen für Abenteuer *zwinkerzwinker*“ In so ein Licht möchte nun echt nicht jedeR Bisexuelle gerückt werden, ich auch nicht (obwohl mir bewußt ist, dass es auch Menschen gibt, die ihre Bisexualität nicht in monogamen Beziehungen leben möchten, und das ist ja auch okay für jedeN, der/die es so mag).
      Huch, das ist jetzt aber lang geworden. Na ja, was raus muss, muss raus 😉

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  4. Erstmal danke für den interessanten Beitrag!
    Meine Frau ist ebenfalls bisexuell, wohingegen ich mich selbst eher homosexuell nennen würde, wenn es schon irgendwie kategorisiert werden muss. Ich muss gestehen, dass ich früher Bisexualität auch oft als „Vorstufe vor dem ‚richtigen‘ Coming-Out“ oder so ähnlich interpretiert habe. Aber ich war als Jugendliche auch so ignorant zu glauben, dass es zwischen Männern und Frauen keine so tiefe Liebe geben kann wie zwischen zwei Frauen – ganz schön homonormativ 😉
    Erst mit meiner Frau habe ich mich dann ernsthaft mit dem Thema Bisexualität beschäftigt und dabei einiges dazu gelernt. Sie macht viele der schon beschriebenen Erfahrungen auch, beispielsweise das Umordnen von der Hetero- in die Homo-Schublade und Unsicherheit, wie sie auf eine Frage, ob sie homosexuell ist, antworten soll. Denn auf der einen Seite geht es ja niemanden etwas an, dass sie grundsätzlich auch mit Männern Beziehungen eingehen kann und mehr oder weniger zufällig (zum Glück für mich!) bei mir und damit einer Frau gelandet ist. Auf der anderen Seite möchte sie aber auch nicht lügen, was es schwierig macht mit solchen Situationen umzugehen.
    Auf jeden Fall finde ich es gut, dass es den Bi-Visibility-Day gibt, um wenigstens denjenigen, die offen dafür sind, zu zeigen, dass nicht immer die erstbeste Schublade die richtige ist und damit hoffentlich etwas zum Abbau des Schubladendenkens beigetragen wird.
    (Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung meiner Frau 😉 )

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    • Ich finde es durchaus bereichernd, dass meine Frau und ich auf sehr unterschiedliche Beziehungen und Erfahrungen zurückblicken können (manchmal hat das aber auch Konfliktpotential 😉 ) Wir kennen beide die (vermeintlichen und tatsächlichen) Vorzüge einer Heterobeziehung, aber genau das festigt mich auch in der Überzeugung, dass wir uns sehr bewußt füreinander entscheiden konnten, die Alternative einer heteronormativen Lebensweise kennend. Und doch beide manchmal die Sehnsucht zu haben (die wir auch so voreinander formulieren können), es einfacher zu haben als jetzt.
      Ganz herzliche Grüße an deine Frau!

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  5. Vielen Dank für den Beitrag. Ich wollte nur mal sagen: me too 😘 da ich jetzt aber schon sehr lange mit meinem Mann zusammen lebe, fragt da natürlich nie jemand nach. Davor war ich aber sehr lange mit einer Frau zusammen. In meinem Blog schreibe ich da bislang nur nicht drüber, weil es gerade nicht so ein Thema für mich ist. Vielleicht sollte ich es aber mal tun. Immerhin scheint mein Hauptkriterium für ’simply irresistible‘ ja zu sein scheint, dass mein Partner_in keine Spermien hat 😂 lg Tina

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    • @Tina Wünsche: Das nenne ich mal Selbstironie, genial! Ich musste gerade so lachen.

      Zum Beitrag: Ich selbst bin lesbisch und meine Frau auch, obwohl sie lange mit Männern zusammen war und sogar mit einem verheiratet.
      Was mich sehr geärgert hat bei der Recherche nach Kliniken für die Kinderwunschbehandlung, die ja immerhin an unser Geld wollen: Viele schreiben auf ihren Websites von „lesbischen Paaren“, was ich einfach nur dämlich finde. Als ob alle Frauen*paare lesbisch sind… „Gleichgeschlechtliche Paare“ ist genauso doof, denn daa würde ja auch zwei Männer betreffen. Aber bis solche Differenzierungen in der Allgemeinbevölkerung angekommen sind, wird es wohl noch lange dauern…

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      • Liebe Nicole, ich weiß genau was du da meinst! Ich habe mir angewöhnt zu fragen, ob Frauenpaare in Kinderwunschzentren behandelt werden. Aber das was nach außen repräsentiert wird, ist tatsächlich immer „lesbische Paare“. Differenzierung in der Allgemeinbevölkerung? Kommt mir manchmal unwegbar vor. Die Blödheit, die z.B. S. Koe_ni.ger zur Diffamierung unserer Anliegen und der Genderdebatte von sich gegeben hat, sind nur ein Mosaikstein des ganzen Dilemmas. Die Menschen sind leider oft überfordert, fühlen sich bedroht und reagieren mit Abwehr und Abwertung. Es ist ein langer Weg…

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    • Liebe Tina, die donogene Insemination scheint dir wohl vorherbestimmt 😀
      Ich freue mich echt sehr, dass du dich hier dazu geäußert hast. Ich bin mir ganz sicher, dass es eine nicht unbedeutende Anzahl gibt, an Frauen wie Männern, die bisexuell sind, und weil sie eben in einer stabilen Heterobeziehung leben, quasi „aus der LGBT-Statistik verschwinden“, noch unsichtbarer sind. Deshalb danke für deinen Kommentar! Wieviel Power hätte wohl die Forderung nach Gleichstellung aller sexuellen Orientierungen, wenn alle Bisexuellen „sichtbar“ wären? *mal so in den Raum schmeiß* Liebe Grüße 🙂

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      • Ja, das stimmt, es wäre schlagkräftiger. In der Regel tragen die Leute ja aber kein Schild um den Hals, auf dem ihre sexuelle Orientierung steht. Bei vielen Themen wäre das natürlich enorm hilfreich. Donogone Insemination zum Beispiel 😉

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